Sonntag, 3. Dezember 2006
konsum erstickt die sinne
konsumverweigerer. protest, selbstreflexion oder chic. konsum verwenigern heißt konsum, den man sich eigentlich leisten könnte nicht zu tätigen. die gründe für solches handeln sind wohl unterschiedlich. wer weniger kauft kann mehr sparen oder muss weiger arbeiten. wer weniger kaufen will muss dem lauten bedrängen der marketingmafia widerstehen. eine herausforderung? ein abenteuer? ich mache den selbst versuch. ich habe bereits einige anläufe hinter mir, meinen protest gegen den ein oder anderen großkonzern in form eines boykotts zu äußern. mcdonalds oder müller milch .... es ist gar nicht so schwer. ob konsumverzicht oder boykott letztlich geht es um das bewusstmachen und ändern von gewohnheiten. es ist erstaunlich wie viele alternativen sich da auf tun. schon der versuch sich eine woche lang vegetarisch zu ernähren kann kulinarische wunder bewirken und den sinnen eine neue welt bereiten. jedoch nicht, wenn man sich lediglich mit den beilagen abgibt. zu meinem versuch: ich konsumiere täglich nicht mehr als 10€ (ohne miete/strom/fahrkosten) zusätzlich werden lebensmittel nur aus biologischem anbau gekauft (außnahme getränke; biobier ist geschmacklich doch noch nicht so weit).
Der versuch läuft seit einer woche. berichte folgen.

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Montag, 16. Oktober 2006
semester nr. 10
licht am ende des tunnels. wer mit seinen freiheiten bei zeiten nichts anzufangen weiß, freut sich regelrecht auf das ende der selbstbestimmten zeit zwischen den semestern. im rausch der begeisterung und mit dem frisch erwachtem bewustsein ein studierender mensch zu sein, nehme ich mir vor die hausarbeit aus dem letzten semester doch noch zu schreiben. das erste blockseminar ist ja erst in drei tagen. ich suche meine lektüre zusammen und widme mich meinem super interessanten thema, dass ich neulichst zu meinem prüfungsthema gekührt habe. ästhetik des kidertheaters. doch schnell merke ich, dass ich diese texte nicht mehr gewohnt bin. nach fast zweimonatiger abstinenz schmeckt der stoff bitter. die randnotizen, die ich im ersten kapitel eines fachbuches vor wochen gemacht habe, zeigen hier war ich schon; trost und ansporn - aber es heißt auch noch mal von vorn. da stehe ich wie so oft im leben vor der wiederholung. sie scheint mir schwieriger als der erstversuch, denn drücken tut das bewustsein darüber irgendwo aufgehört zu haben und nach einiger zeit doch weiter machen zu müssen. auch wenn ich heute noch nicht über das erste kapitel gekommen bin, der horizont ist nah: kapitel zwei ist frei von randnotizen und mir noch gänzlich unbekannt. abenteuer und erkenntnise locken. niemand hat gesagt es würde einfach, semster nr. 10 kann kommen.

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Sonntag, 15. Oktober 2006
katerstimmung
oh je, katerstimmung. das war gestern wieder lang. dabei hat der abend ganz ruhig begonnen. naja, ruhig stimmt auch nicht. ich war so aufgeregt wie selten. ich hatte ein date. "wow, und?" mag jetzt jemand sagen, aber: ich habe selten ein date, bei dem es mir so ernst ist, ich bin verknallt! ich sage verknallt, weil es noch nicht verliebt ist ... und das macht mich schon unsicher. es war das zweite date und das dritte mal das wir uns gesehen haben. ich wollte gleich knutschen, - aber keine chance. sie ist schüchtern. woher kommt diese zurückhaltung? das macht mich unsicher. da werde ich schüchter. ich! das ist nicht ganz meine art.
sms schreiben, kaffee trinken gehen... ich habe keine strategie... aber ich merke auch das meine souveränität wieder zunimmt. gestern war ich nicht angespannt, aber sie wurde nicht richtig warm. gekickert, getanzt, gequatscht ... jetzt kommt doch eigentlich geknutscht?! aber nein .... gefahren. ich habe sie zur u-bahn begleitet, kurze umarmung und gute nacht! in meiner hilflosigkeit habe ich mich dann noch in der kneipe unten in meinem haus betrunken. und jetzt? keine strategie, kein neues date und trotzdem noch verknallt. katerstimmung.

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