Montag, 16. Oktober 2006
semester nr. 10
licht am ende des tunnels. wer mit seinen freiheiten bei zeiten nichts anzufangen weiß, freut sich regelrecht auf das ende der selbstbestimmten zeit zwischen den semestern. im rausch der begeisterung und mit dem frisch erwachtem bewustsein ein studierender mensch zu sein, nehme ich mir vor die hausarbeit aus dem letzten semester doch noch zu schreiben. das erste blockseminar ist ja erst in drei tagen. ich suche meine lektüre zusammen und widme mich meinem super interessanten thema, dass ich neulichst zu meinem prüfungsthema gekührt habe. ästhetik des kidertheaters. doch schnell merke ich, dass ich diese texte nicht mehr gewohnt bin. nach fast zweimonatiger abstinenz schmeckt der stoff bitter. die randnotizen, die ich im ersten kapitel eines fachbuches vor wochen gemacht habe, zeigen hier war ich schon; trost und ansporn - aber es heißt auch noch mal von vorn. da stehe ich wie so oft im leben vor der wiederholung. sie scheint mir schwieriger als der erstversuch, denn drücken tut das bewustsein darüber irgendwo aufgehört zu haben und nach einiger zeit doch weiter machen zu müssen. auch wenn ich heute noch nicht über das erste kapitel gekommen bin, der horizont ist nah: kapitel zwei ist frei von randnotizen und mir noch gänzlich unbekannt. abenteuer und erkenntnise locken. niemand hat gesagt es würde einfach, semster nr. 10 kann kommen.

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Donnerstag, 12. Oktober 2006
stine macht mich krank
komme heute nicht aus dem bett. es ist einiges zu tun (hausarbeit schreiben, wohnung aufräumen, einkaufen, e-mails scheiben) ... doch jetzt ist ablenkung gefragt:
schnell den laptop ins bett geholt und los gesurft. so komme ich zu dem was ich jetzt habe ein blog, aber keine ahnung über die "szene". warum habe ich einen blog? für wen schreibe ich? sollte ich mir nicht erst mal viele andere blogs anschauen... und ist das nicht nur ein zeitfresser? und dieses layout - kann man das nicht ändern? ja. aber alles auf englisch und wolmöglich nocht html-basiert .... das kann ich beides nur unzureichend.
bin ich mit meinem frust noch nicht zufrieden, suche ich mir eben neuen frust. der heutige frust galt ursprünglich der uni und dem neuen online basierten anmeldeverfahren stine. die uni hamburg hat sich für die zukunft gerüstet. um verwaltung und organisation des studiums möglichst unpersönlich zu gestallten und jegliche verantwortung für den reibungslosen studienverlauf von sich auf die studierenden zu wenden, gibt es jetzt stine (studien-infonetz). wie beim online banking können die studierenden nun mit pin und tan ihre uni-geschäfte tätigen. die meißten studentInnen kennen das ja aus ihrem online-aktien-depot. wertpapier ordern tan eingeben und dann gibt's das gute stück mit glück zu nem guten preis. so soll es nun auch mit den veranstaltungen der uni haburg gehen. es gibt fachbereiche - entschuldigung ich meine fakultäten - an denen sind die seminare 4fach überlaufen. stine ersetzt nun die anmeldelisten, die sonst irgendwann zum ende der semesterferien an die tür der jeweils lehrenden gehängt wurde. die 40 teilnehmer-zeilen wurden nicht respektiert, bis zu 100 namen konnt man teilweise lesen. die erste sitzung war dann dementsprechend gut besucht und von alle bleiben hier bis zum losverfahren waren sämtliche versuche zu einer "arbeitsfähigen größe" zu schrumpfen recht - wohl aber oft willkürlich. stine schaft nun legitimität - und das vor allem durch seine intrasparenz. wie wird nun entschieden, wer den den platz im seminar bekommt. letztenendes is der weg schon klar vorgezeichnet. wie auch auf dem finanzmarkt entscheidet an der uni bald das geld über die vergabe der knappen seminarplätze. ist das seminar besonders beliebt (oder dringend in der studienordung vorgeschrieben) steigt der wert. dank pin und tan kann die seminarbörse bald die studiengebühren ersätzen. die dozenten werden entsprechend dem wert ihres seminar-portfolio bezahlt und die studenten leisten sich die seminare, die sie auch wirklich brauchen. knappheit löst dese gesellschaft über den markt. und die knappheit von bildung wurde mit der einführung von stine mal wieder eindrucksvoll bewiesen. das anmelde verfahren für die seminare läuft seit vier tagen, die server sind jedoch seitdem wegen überlastung für studierende gesperrt. haleluja uni hamburg.

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